Heute möchte ich Sie über die Auswirkungen der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes mit Gültigkeit ab 01.03.2020 informieren.

Die Ausbringung von züchterisch verändertem, überregional einsetzbarem Saatgut (z.B. RSM Landschaftsrasen 7.1.1, 7.1.2, 7.2.1, uvm.) wird ab dem 01.03.2020 in der freien Natur* nur mit Ausnahmegenehmigung möglich sein. 

Stattdessen greift die Einsatzerfordernis von Begrünungen mit gebietseigenem Saatgut** gemäß ErMiV (Verordnung über das Inverkehrbringen von Saatgut von Erhaltungsmischungen (Erhaltungsmischungsverordnung).

* freie Natur = freien Landschaft (außerhalb der Landwirtschaft und des Stadt- und Siedlungsbereiches)

** gebietseigenes Saatgut, auch Regiosaatgut genannt, ist Saatgut gebietseigener Wildpflanzen, das innerhalb eines Ursprungsgebiets gewonnen und innerhalb desselben Ursprungsgebiets wieder ausgebracht wird, ohne während der Kultur züchterisch verändert worden zu sein.

Für Sie bedeutet dieses:

1. Konventionell gezüchtetes, überregional einsetzbares Saatgut darf nur noch in der Landwirtschaft bzw. dem Stadt- und Siedlungsbereich ausgebracht werden.

2. In der freien Landschaft muss mit gebietseigenem Saatgut begrünt werden.

3. Ausnahmegenehmigungen werden durch die zuständige Untere Naturschutzbehörde erteilt. Diese Funktion wird in der Regel durch die Kreise und kreisfreien Städte wahrgenommen.

Mit dem von uns angebotenen Regiosaatgut sind Sie grundsätzlich auf der sicheren Seite, wenn Ihre Ausschreibung Hinweise auf die mit den Bundesländern abgestimmten Ursprungsgebiete und Produktionsräume sowie Hinweise zum Standort (Böschungen, Frisch-/Fettwiesen, Mager-und Sandrasen, Feuchtwiese, Ufermischungen, etc.) enthält. Das angefragte Saatgut wird, soweit verfügbar, aus dem gewünschten Ursprungsgebiet geliefert. Fehlende Arten werden unter Genehmigungsvorbehalt aus den angrenzenden Ursprungsgebieten ersetzt.***

*** Für Mischungen, die Arten aus angrenzenden Ursprungsgebieten enthalten und die in der freien Landschaft (außerhalb der Landwirtschaft und des Stadt- und Siedlungsbereiches) ausgebracht werden sollen, benötigen Sie ab 01.03.2020 eine Ausnahmegenehmigung durch die zuständige Untere Naturschutzbehörde. Diese Funktion wird in der Regel durch die Kreise und kreisfreien Städte wahrgenommen.

Bitte beachten Sie, dass die Lieferzeit für Regiosaatgut saisonbedingt variieren kann!

Derzeit muss - auch aufgrund der Prüfung der Vorgaben der ErMiV und entsprechender Freigabe – mit einer Lieferzeit von ca. 5-6 Wochen gerechnet werden.

Ihr Holger Neisser, Vertriebsleiter Europa, Internationale Geotextil GmbH

 

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