Seit 2013 befindet sich der Sanddornanbau in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern in einer Krise, hervorgerufen durch die plötzliche und erhebliche Schadwirkung der Sanddornfruchtfliege.

Die Situation ist dramatisch und wird von Anbauern und Fachleuten als anbaubedrohend eingeschätzt. Obwohl das Problem seit ca. 5 Jahren bekannt ist, gibt es bisher noch keine zugelassenen, zuverlässig wirksamen Bekämpfungsmaßnahmen insbesondere nicht für die mehrheitlich ökologisch produzierenden Betriebe. Die Anbauer benötigen dringend das Rüstzeug, den Befall richtig einzuschätzen und diesen fundiert abzuschwächen.

Im Rahmen eines durch den Europäsichen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes und das Land Brandenburg geförderten Projektes fanden sich am 10.10.2018 Sanddornanbauer, Wissenschaftler und Vertreter aus Wirtschaft und Landwirtschaftskammern im Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. in Müncheberg.

In der vierjährigen Projektlaufzeit werden verschiedene nicht-chemische Einzelmaßnahmen (Module) zur Bekämpfung der Sanddornfruchtfliege erprobt und zu einer modularen Pflanzenschutzstrategie entwickelt. Die erfolgversprechendsten Modulvarianten werden dann auf ihre Kombinationsfähigkeit und Wirksamkeit untersucht.

Ein Ansatz ist dabei, durch das Ausbringen verschiedener Materialien mit Hilfe eines iGGpower FiNN HydroSeeders® eine Barriere zu erzeugen, so dass sich die Larve der Sanddornfruchtfliege nicht entwickeln kann.

Gruppenbild Auftakttreffen

Teilnehmer der Operationellen Gruppe im EIP-AGRI Projekt MoPlaSa

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