Nicht nur die aktuellen Unwetter machen deutlich, dass Hochwasserschutz für den Bund, Städte und Gemeinden eine nicht zu vernachlässigende Aufgabe ist.

Um den Bedrohungen durch Starkregenereignisse begegnen zu können, sind innovative Lösungen gefragt, die neue und bewährte Technologien zu einem wirksamen und dauerhaften Schutz vor Hochwasser kombinieren.

Bei der Durchführung einer solchen Baumaßnahme sind konsequenterweise auch ökologische Aspekte zu berücksichtigen, ohne dabei die Anforderungen der Schifffahrt und des Tourismus außer Acht zu lassen.

Das dieser Spagat bei Planung und Bau der Flutmulde Rees besonders gut gelungen ist, beweist die Verleihung des Working with Nature-Awards durch die PIANC (World Association for Waterborne Transport Infrastructure) 2014 in San Francisco.

In ihrem Workshop „Hochwasserschutz – Ökologie und Technik“ stellte die Internationale Geotextil GmbH vor der Kulisse der Flutmulde Rees die dort angewendeten Produkte vor. Dazu gehören zum Beispiel die iGGmat Vmax P550 und die iGGgab Flussmatratzen.
Anschließend stellten Dr. Volker Seidel (Ökon Vegetationstechnik GmbH) und Thomas Roess (Internationale Geotextil GmbH) Xylit als effizientes Mittel zur Wasserreinigung vor.
Bei einer Fläche von rund 215.000 Quadratmetern, die beim Bau der Flutmulde im Nassansaat-Verfahren angespritzt wurden, durfte natürlich auch dieses Thema nicht zu kurz kommen. Holger Neisser (Internationale Geotextil GmbH) stellte die Funktionsweise der FiNN HydroSeeder vor und ging unter anderem auf die Begrünung von Extremstandorten wie beispielsweise Rohbodenböschungen ein.

Peter Kleine (Bauleiter, WSA Duisburg-Rhein) und Gerd Niedzielski (Ökologische Baubegleitung, Ingenieurbüro Landschaft und Siedlung GbR) brachten den Teilnehmern das vormittags theoretisch gehörte am Nachmittag bei einer Fahrt mit der Fähre in der Flutmulde auch in der Praxis nahe. Peter Kleine freute sich sehr über den gelungenen Abschluss der Bauarbeiten und die große Akzeptanz der Flutmulde in der Bevölkerung. Darüber hinaus betonte er das große Interesse anderer Wasser- und Schifffahrtsämter an dem Projekt und den dort eingesetzten Materialien und Verfahren.

IMG 9545

Die Workshop-Teilnehmer vor einem FiNN T30 HydroSeeder