Wie können Deiche in Zukunft auch bei einem Hurrikan geschützt und stabilisiert werden?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich die Delegation des EFEB e.V. (Europäischer Fachverband für Erosionsschutz und Begrünung e.V.) bei Ihrem Treffen mit Mitgliedern des ECTC (Erosion Control Technology Council) an der Colorado State University bei Denver.

Die weltweit größte hydrologische Versuchsanlage ließen sich Martin Bocksch (Geschäftsführer des EFEB e.V.), Thomas Roess (Geschäftsführer der Firma Internationale Geotextil GmbH) und Frank Stöver (Geschäftsführer der Firma MST-Maschinenbau GmbH) von Prof. Christopher Thornton und Doktorandin Natalie Youngblood erklären.

Hintergrund für die Untersuchungen sind die katastrophalen Auswirkungen des Hurrikans Katrina auf die Deiche an der Golfküste der USA. „Katrina“ gilt als eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Der Hurrikan richtete Ende August 2005 in den südöstlichen Teilen der USA enorme Schäden an. Durch den Sturm und seine Folgen kamen etwa 1.800 Menschen ums Leben. Der Sachschaden belief sich auf etwa 108 Milliarden US-Dollar.

Nach Vorversuchen in einer Halle wurde die Versuchseinrichtung auf einer Außenanlage gebaut, um dort das Verhalten von Wellen, die über Deiche hinwegspülen und deren Auswirkungen auf die Rückseite der Deiche zu untersuchen. Denn bei Hurrikan Katrina wurden die Deiche nicht von vorne, sondern von hinten durch das immer wieder darüber hinwegfließende Wasser zerstört. Ziel der Versuche ist es zu prüfen, ob der übliche Grasbewuchs der Deiche ausreichend ist und wenn dem nicht so ist, wie der Deichkörper besser geschützt werden kann.

Dazu wird in riesigen „Versuchsbehältnissen“ Bermudagras pur und mit synthetischen Armierungsmaterialien angesät. Für die Behälter wurde ein Glashaus errichtet um dem Bermudagras auch im Winter optimale Wachstumsbedingungen zu bieten sowie eine Logistik entwickelt um die Behältnisse zur Versuchseinrichtung transportieren zu können.

Im Anschluss an die Besichtigung wurden Möglichkeiten zur Kooperation der beiden Organisationen besprochen sowie Produktneuheiten vorgestellt.

EFEB und ECTC-Delegation
Die Delegation des EFEB e.V sowie des ECTC